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In Kooperation mit dem Institut für Stressmedizin Trier fördern wir die Forschung und Entwicklung auf dem Gebiet der translationalen Stressmedizin, deren Ziel die Nutzung und Übertragung von psychobiologischem Wissen der Grundlagenforschung in die klinische Praxis ist.

 

 

Neuropattern™: Sieben Schritte zu einer translationalen Stressmedizin

 

Autoren: Kaitlyn S. Boyle, Dirk H. Hellhammer

Veröffentlicht in: Verhaltenstherapie & Verhaltensmedizin 01/2013; 34(3):237-250.

 

ABSTRACT Zwischen Grundlagenforschung und klinischer Anwendung besteht eine große Kluft, die man mittels verschiedener Strategien überwinden will. Die Stressmedizin als ein Teil der Verhaltensmedizin ist bestrebt, psychobiologisches Wissen der Grundlagenforschung so zu "übersetzen", dass es die Diagnostik und Therapie stressbezogener Gesundheitsstörungen optimiert. Diese Forschungsrichtung bezeichnet man als translationale Verhaltensmedizin. Am Beispiel des "integrierten Wissenstransfers" zeigen wir sieben Schritte auf, mittels derer eine translationale Stressmedizin möglich wird. Im Mittelpunkt steht dabei die in Trier entwickelte "Neuropattern™-Diagnostik", welche zu diesem Zweck unterschiedliche Endophänotypen der Stressreaktion operationalisiert.

Stress & Resilienz

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Warum durchstehen manche Menschen Stress und Krisen problemloser als andere? Warum können die einen jahrelang intensive Büroarbeit und Multitasking mit Leidenschaft und Spass am Job leisten, während andere „ausbrennen“? Ein Grund hierfür liegt an der unterschiedlich ausgeprägten Fähigkeit zur Resilienz.

 

Der Begriff Resilienz stammt ursprünglich aus der Physik und bezeichnet in der Werkstoffkunde die Fähigkeit eines Materials, sich verformen zu lassen und dennoch wieder in die ursprüngliche Form zurückzufinden.

 

engl. resilience = Elastizität, Spannkraft

lat. resilire = zurückspringen, abprallen

deutsch = Widerstandskraft / Widerstandsfähigkeit

 

Stressoren (z.B. Lebenskrisen, Schicksalsschläge, Druck im Arbeitsumfeld, Mobbing etc.) können Menschen aus der Bahn werfen. Mit Resilienz jedoch kann sich jeder selbst so steuern, dass er diese Krisen bewältigt und somit die Gesundheit schützt.

 

Psychische Widerstandsfähigkeit lässt einen Menschen Krisen als Chancen begreifen. Sie ist geprägt von einer positiven Lebenseinstellung, die Gelassenheit und Selbstsicherheit bewirkt. Sie ist kein statischer Zustand, sondern ein Prozess, der von Dynamik und Wechselwirkungen geprägt ist. Und sie ist keine Eigenschaft, die uns Menschen ausschließlich von Natur aus gegeben ist. Vielmehr handelt es sich um eine Veranlagung, die in jedem Menschen unterschiedlich ausgeprägt ist und aktiv angestossen und gestärkt werden kann.

 

Resilienz besteht, wenn Individuen trotz grosser psychischer oder physischer Belastungen nicht oder nur vorübergehend erkranken. Nicht nur die Persönlichkeit, Lösungsorientierung und eine positive Lebenseinstellung haben Einfluss auf die Resilienz, sondern in einem komplexen Wechselspiel auch Genetik, Epigenetik und Umweltfaktoren. Wissenschaftliche Studien zeigen, dass die Grundlagen für die Widerstandskraft schon in frühester Kindheit gelegt werden. So sind Menschen, die als Babys die Erfahrung machten, dass sie für ein Lächeln mit positiver Zuwendung belohnt wurden, später selbstbewusster und verfügen über eine grössere Gelassenheit. Sie haben schon frühkindlich die Erfahrung gemacht, nicht hilflos zu sein, sondern ihr Leben selbst steuern zu können.

 

Aber psychische Widerstandskraft lässt sich auch im Erwachsenenalter trainieren. Grundlage ist die Verfügbarkeit einer Reihe von Ressourcen, um mit Stress und Belastungen umzugehen. Wesentlich ist daher die Fokussierung auf Mechanismen, die der Resilienz zugrunde liegen sowie deren gezielte Förderung.

 

Auf Basis der aktuellen Forschungsergebnisse und wissenschaftlichen Empfehlungen (z.B. Havard Medical School, American Psychological Association) hat das Stresszentrum NRW Konzepte entwickelt, mit denen sich die Widerstandsfähigkeit trainieren lässt. Insbesondere Mitarbeiter und Führungskräfte, die über diese Resilienz verfügen, können Krisen eher verkraften, kommen besser mit Stressbelastungen zurecht und überstehen sogar Krankheiten schneller durch Entfaltung der eigenen Schutz- und Selbstheilungskräfte.

 

Weitere Informationen erhalten Sie in unserer StressAkademie.

 

 

                                                

Das Gesundheitsportal für stressbezogene Erkrankungen und ganzheitliche Beratung

 

 

 

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